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Wissenswertes

Getreidesorten - ungeahnte Vielfalt

Foto: Shutterstock

Tapioka, Teff und Canihua – Das sind nur 3 der Getreidesorten, die Sie in der individuellen Nahrungsmittelliste Ihres gesund + aktiv Ernährungsplans finden könnten. Im Folgenden wollen wir Ihnen die Vielzahl der Alternativen zu den klassischen Getreidesorten Dinkel, Hafer und Roggen vorstellen. Sie schmecken nicht nur gut, sondern überzeugen auch durch viele wertvolle Inhaltsstoffe.

Unter unseren Getreidesorten befinden sich auch sogenannte Pseudogetreide. Diese Körner werden zwar wie echtes Getreide verwendet, gehören jedoch im botanischen Sinne anderen Pflanzenfamilien an und sind zudem glutenfrei.

Kleines Getreide 1x1

Amaranth

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Amaranth gehört zur Gruppe der Pseudogetreide. Es ist reich an der essenziellen Aminosäure Lysin, die für den Muskelaufbau und gleichzeitig für den Aufbau anderer Aminosäuren in unserem Körper unverzichtbar ist.

  • Aussehen: gelb bis bräunlich, ähnlich wie Senfkörner
  • Geschmack: zart nussig
  • Verwendung: vielseitig einsetzbar, zum Beispiel als Beilage zu Gemüsegerichten, im Auflauf, in der Pfanne oder im Salat, Amaranthmehl eignet sich gut für die Pfannkuchen-Zubereitung

 

Buchweizen

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Dieses Pseudogetreide wird nicht umsonst auch als „Superfood“ bezeichnet. Es kann positive Auswirkung auf den Blutzuckerspiegel, den Blutdruck und die Leber haben.

  • Aussehen: dreikantige Nuss, bräunlich
  • Geschmack: herb nussig, leicht bitter
  • Verwendung: pikante Gerichte und süße Speisen, zum Beispiel Buchweizenmehl-Klöße oder-Waffeln

 

Canihua

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Canihua ist auch unter dem Namen „Baby-Quinoa“ bekannt. Die Herkunft dieses Pseudogetreides liegt in Peru, wo es auch heute noch traditionell angebaut wird. 

  • Aussehen: winzig kleine, braune Körner
  • Geschmack: süß und leicht nussig, schokoladig
  • Verwendung: als Schokolade, Getränke und Breie, süße und deftige Speisen

 

Dinkel

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Das bekannte Korn gilt als besonders gut verträglich. Dinkel soll bereits vor etwa 8.000 Jahren von den Ägyptern angebaut worden sein. Durch seine Züchtungsresistenz ist er gentechnisch kaum veränderbar.

  • Aussehen: braun bis rötlich
  • Geschmack: leicht nussig, weizenähnlich
  • Verwendung: Dinkelbrot, Dinkelwaffeln, Dinkelnudeln, Dinkelreis

 

Gerste

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Die Gerste gehört mit zu den ältesten Nutzpflanzen der Menschheit. Da sie unabhängig von der Bodenbeschaffenheit angebaut werden kann, ist sie weltweit, sogar in Trockengebieten, vertreten. 

  • Aussehen: hellbraun bis gelblich
  • Geschmack: nussig
  • Verwendung: Gerstenmehl, Suppeneinlage wie Graupen, Herstellung von Süßspeisen

 

Grünkern

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Grünkern ist unreif geernteter Dinkel. Die Stärke ist zu dem Zeitpunkt noch nicht ausgebildet und somit sind die Körner noch saftig. Durch die anschließende Röstung und Trocknung wird er besonders bekömmlich.

  • Aussehen: olivgrün
  • Geschmack: herzhaft, nussig, leicht rauchig
  • Verwendung: in Form von Graupen, Flocken, Grieß, Mehl, in Suppen oder Klößen

 

Hafer

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Hafer ist unempfindlich gegenüber den meisten Schädlingen und ist daher ein besonders nachhaltiges und umweltfreundliches Getreide. Es kann beim Anbau auf chemische Schädlingsbekämpfungsmittel verzichtet werden.

  • Aussehen: hellbraunes, längliches Korn
  • Geschmack: mild, leicht nussig
  • Verwendung: Haferflocken, Haferdrink

Hirse

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Das glutenfreie Getreide zählt in Afrika und Asien zu den Hauptnahrungsmitteln, da es nur etwa 100 Tage reifen muss und auch extremen Dürrezeiten trotzt.

  • Aussehen: kleine gelbe Körner
  • Geschmack: mild, leicht nussig
  • Verwendung: Hirsebrei als Frühstück, Beilage zur Gemüse-Pfanne, Hirse-Omelett

 

Kamut

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Kamut gehört zu den sogenannten Ur-Getreiden, da er als Vorfahre des Weizens bereits vor 6.000 Jahren zur Brotherstellung genutzt wurde. Der Name „Kamut“ kommt aus dem Ägyptischen und bedeutet „Seele der Erde“.

  • Aussehen: bräunlich, weizenähnlich
  • Geschmack: mild nussig
  • Verwendung: Kamut-Nudeln, Couscous, Grieß, Mehl, Flocken, Reisersatz

 

Quinoa

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Das Pseudogetreide ist eine wertvolle pflanzliche Eiweißquelle. Quinoa besitzt einen hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Beim Kochen muss darauf geachtet werden, dass die kleinen Körner eine große Menge des Wassers absorbieren und dadurch stark aufquellen.

  • Aussehen: kleine gelblich-weiße Körner, artenbedingt
  • Geschmack: nussig, vollmundig
  • Verwendung: im Salat, Bratling, im Müsli, als Beilage

 

Reis

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Reis bildet die Nahrungsgrundlage eines großen Teils der Weltbevölkerung. Es existieren heutzutage etwa 8.000 verschiedene Reissorten, die durch Züchtung an verschiedene Bedingungen und Klimaverhältnisse angepasst wurden. Zu den Bekanntesten zählen der Lang- und Rundkornreis, der Weiße beziehungsweise Geschälte Reis, Wildreis und auch der Naturreis, welcher oft besser bekannt ist unter dem Namen Vollkornreis.

  • Aussehen: weiße, längliche Körner, artenbedingt
  • Geschmack: neutral, bestimmte Sorten nussig bis würzig
  • Verwendung: als Beilage, Milchreis, Risotto, Sushi, Paella, in Curry-Gerichten

 

Roggen

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Neben einem hohen Mineralstoffanteil steckt das Getreide auch voll mit sättigenden Ballaststoffen. Wenn man die Körner über Nacht einweicht, werden sie bekömmlicher.

  • Aussehen: gelbbraune bis graugrüne, längliche Körner
  • Geschmack: kräftig, herzhaft
  • Verwendung: Roggenflocken, Roggenmehl, Getreidegratin, Roggensauerteigbrot, als Gemüsefüllung

 

Tapioka

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Als Tapioka bezeichnet man die kleinen weißen Perlen, die als Nebenprodukt der Herstellung von Maniokmehl aus den Wurzeln des Maniokstrauchs anfallen. Da das Getreide als glutenfreies und rein pflanzliches Bindemittel gilt, wird es gern als Alternative zur Speisestärke verwendet.

  • Aussehen: weiß, perlenförmig
  • Geschmack: neutral
  • Verwendung: Bindemittel für Soßen und Eintöpfe, in Suppen und Backwaren, als Dessert

 

Teff

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Teff wird auch als „Zwerghirse“ bezeichnet und gilt als das kleinste Getreide der Welt. Ungefähr 150 Teff-Körner zusammen ergeben die Größe eines Weizenkorns. Genau wie die Hirse, ist auch dieses Getreide glutenfrei.

  • Aussehen: kleine braune Körner, artenbedingt
  • Geschmack: süßlich, leicht nussig
  • Verwendung: als Brei, in Aufläufen, Suppen oder Bratlingen

 

Fazit

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Wer nun Lust bekommen hat sich auszuprobieren, sollte sich inspirieren lassen und auch mal etwas anderes als das Alltägliche in den Einkaufswagen legen.  Seien Sie neugierig und schöpfen die Bandbreite der für Sie bekömmlichen Getreidesorten aus.

Welche Sorten am besten von Ihrem Stoffwechsel vertragen und verarbeitet werden können, erfahren Sie in Ihrem individuellen Ernährungsplan. Dort haben wir für Sie die wichtigsten Infos rund um den Verzehr Ihrer Getreidesorten zusammengestellt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Autor: Leah Hagemeister

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