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Wie gesund ist Fasten?

Die Sonne scheint, die Luft wird wärmer, der Frühling naht und die Motivation nach Veränderung steigt. Der Umschwung aus der gemütlich-bequemen und kalten Jahreszeit wird gern für Reinigung, Verzicht und Regeneration genutzt - die Fastenzeit bricht an. Am Aschermittwoch jeden Jahres beginnt die Zeit der Enthaltsamkeit und endet zu den Ostertagen. Aber wie wirkt sich eine Fastenkur eigentlich auf unseren Stoffwechsel aus und lässt sich Fasten mit dem gesund + aktiv Ernährungsplan vereinbaren?

Was ist Fasten?

Beim Fasten geht es um Verzicht. In der Regel wird für einige Tage oder Wochen auf feste Nahrung verzichtet. Meist gliedern sich Fastenkuren in die einleitenden Entlastungstage, die eigentliche Fastenkur und eine anschließende Aufbauphase. Beispiele für bekannte Fastenkuren sind Heilfasten nach Buchinger, die Schroth-Kur, die Mayr-Kur oder die Saft-Kur. Es gibt aber auch noch andere Arten zu fasten. Zum Beispiel der Verzicht auf Zucker oder Alkohol oder das Intervallfasten.

Was bedeutet Fasten für den Stoffwechsel?

Das Fasten ist gerade im Frühjahr so beliebt, weil es den Körper nach der Feiertagsvöllerei reinigen, die Entgiftung anregen und den Verdauungstrakt entlasten soll. Gleichzeitig erhoffen sich viele eine Gewichtsabnahme.

Tatsächlich wird bei längerem Nahrungsverzicht mehr und mehr von Kohlenhydrat- auf Fettverbrennung umgestellt. Allerdings handelt es sich bei den ersten verlorenen Kilos leider nicht um die gewünschte Fettmasse, sondern hauptsächlich um Wasser und Muskelmasse. Erst danach werden die Fettspeicher für die Energiegewinnung genutzt und abgebaut. Wird wieder normal gegessen, tritt der gefürchtete Jojo-Effekt ein. Die Folge ist eine, im Vergleich zum Ausgangszustand, verminderte Muskel- und eine erhöhte Fettmasse. Das verringert den Grundumsatz und begünstigt eine Gewichtszunahme zusätzlich.

Durch das Fasten wird zudem das körpereigene Recycling- und Regenerationssystem, die sogenannte Autophagie, aktiviert. Dabei werden alte oder beschädigte Zellbestandteile abgebaut und erneuert, was häufig mit dem Begriff „Entgiftung“ in Verbindung gebracht wird. Für diesen Effekt ist jedoch keine mehrtägige Fastenkur notwendig. Bereits nach etwa 12 Stunden ohne Nahrungszufuhr wird die Autophagie angestoßen. Aus diesem Grund eignet sich insbesondere das Intervallfasten, um diesen natürlichen Selbstreinigungsprozess gezielt zu nutzen.

Vor vielen Fastenkuren wird eine Darmreinigung durchgeführt. Zusammen mit dem Nahrungsverzicht sorgt diese dafür, dass sich das Verdauungssystem entlastet. Wird nach der Fastenkur allerdings wieder wie vorher gegessen, ist kein nachhaltiger Effekt zu erwarten.

 

Der Körper entscheidet - nicht der Fastenplan

Trotz der zwiegespaltenen Meinungen beim Thema Fasten, entscheiden sich viele Menschen jedes Jahr wieder für eine Fastenkur. Was man hierbei aber beachten sollte: Fasten ist nicht für jeden gleichermaßen geeignet.

Die Personen, die davon als wohltuend berichten, profitieren in dieser Zeit von mehr Klarheit, einer besseren Verdauung und einem ruhigeren Essverhalten. Vor allem, wenn das Fasten sanft und professionell begleitet erfolgt, sagen viele, dass es sich anfühlt, als könnte der Darm mal durchatmen.

Für andere kann Fasten jedoch sehr belastend sein. Menschen mit Erkrankungen wie, z. B. Migräne, Neigung zu Unterzuckerung, starkem Stresslevel, Essstörungen, während der Schwangerschaft sowie bei bestimmten hormonellen Problemen reagieren oft sensibel auf längere Essenspausen. Bei ihnen können Fastenphasen Symptome wie Kopfschmerzen, Erschöpfung, Schwindel oder Heißhunger verstärken.

Für uns bei gesund + aktiv ist deshalb entscheidend uns auf den individuellen Stoffwechsel und die aktuelle Lebenssituation zu fokussieren.

 

Ernährungsumstellung vs. Fastenkur

Aus diesen Gründen empfehlen wir statt einer strengen Fastenkur eine dauerhafte und nachhaltige Ernährungsumstellung. Denn der individuelle Ernährungsplan von gesund + aktiv ist auf den jeweiligen Stoffwechsel angepasst.

Durch die stoffwechselgerechte Ernährung wird die Entgiftung angeregt. Ausreichend lange Essenspausen und das Intervallfasten geben dem Körper zudem genügend Zeit zur Regeneration. Das geschieht ohne komplett auf Nahrung verzichten zu müssen und den Stoffwechsel in einen Notfall-Modus zu versetzen. In den gesund + aktiv Ernährungsplänen wird das Intervallfasten, wenn geeignet, an zwei bis drei Tagen pro Woche empfohlen. Männer fasten nach der 16:8 und Frauen nach der 14:10-Methode. Es wird also 16 bzw. 14 Stunden gefastet und 8 bzw. 10 Stunden gegessen. Da der Nahrungsverzicht dabei in jedem Fall länger als 12 Stunden dauert und somit der Prozess der Autophagie aktiviert wird, lässt sich diese Form des Fastens gut in den Alltag integrieren, ohne den Körper in Stress zu versetzen.

Dadurch, dass die Ernährung nicht nur stoffwechselgerecht, sondern auch darmfreundlich ist, wird das Verdauungssystem entlastet und darüber hinaus unterstützt. Denn sowohl der Stoffwechsel als auch der Darm benötigen die richtigen Nahrungsmittel in optimaler Menge, um optimal zu funktionieren.

Wer sich zudem eine nachhaltige, gesunde Gewichtsreduktion wünscht, ist mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung am besten beraten. Denn im Gegensatz zu Fastenkuren oder auch Diäten kommt es zu keinem Jojo-Effekt. Die Auswahl der Nahrungsmittel und die Mengen im individuellen Ernährungsplan sind optimal auf den jeweiligen Stoffwechsel abgestimmt. So kann dieser wieder effektiv arbeiten und die Gewichtsabnahme findet quasi nebenbei, also ohne zu hungern, statt.

Fazit

Fastenkuren können sehr belastend für den Körper sein und stellen immer nur eine kurzfristige, aber keine nachhaltige Optimierung des Stoffwechsels dar. Hierzu ist eine dauerhafte Ernährungsumstellung besser geeignet. Denn um den Stoffwechsel und die Verdauung in Schwung zu halten, müssen dem Körper die richtigen Nahrungsmittel in den ausreichenden Mengen zugeführt werden.

Wenn Sie Interesse an einem individuellen Ernährungsplan von gesund + aktiv haben, finden Sie über die Therapeutensuche auf der Website gesund-aktiv.com zertifizierte Therapeuten in Ihrer Nähe, die Sie bei Ihrem Wunsch, gesünder zu leben, unterstützen.

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Autorin: Nina Wilters

Autorin: Leah Hagemeister

Stand: Februar 2026
Ernährungsplan von gesund+aktiv

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