Wissenswertes

Die Wilden sind los...

Die Wilden sind los...
Autor:
Sabrina Bertele
Foto:
fotolia

Anstatt Angst überkommt Liebhaber ein Gefühl der Vorfreude. Ab Ende März, Anfang April beginnt die Wildkräutersaison!

Was macht die Gewächse zu "wilden" Kräutern?

Wild bedeutet, dass die Pflanzen nicht kultiviert wurden und somit die ursprünglichen Eigenschaften, Inhalts- und Wirkstoffe enthalten. Sie wachsen ganz ohne die Hilfe und Zuwendung des Menschen, selbst unter herausfordernden Witterungs- und Bodenbedingungen.

Und wer sind sie?

Wildkräuter werden nicht selten in ihrer Wirkungskraft und -vielfalt unterschätzt. Oftmals bleiben sie unbeachtet oder werden gar als lästiges Unkraut entfernt. Gänseblümchen, Löwenzahn, Bärlauch und Brennnessel sind jedermann geläufig. Jedoch nicht jeder weiß, dass es sich dabei um essbare Pflanzen handelt. Die weniger bekannten, wie Giersch, Schafgarbe, Vogelmiere, Gänsefuss, Sauerampfer, (Spitz)Wegerich, Malve und Eibisch, zählen ebenfalls dazu. Sie sprießen am Wegesrand, auf Wiesen oder in Wäldern.

Warum sind sie so wertvoll?

Wildkräuter strotzen vor Vitaminen und Mineralstoffe und auch im Hinblick auf den Proteingehalt und die Menge an bioaktiven Pflanzenstoffen punkten sie im Vergleich zu anderem Blattgemüse. Insbesondere die Bitterstoffe sind hier hervorzuheben.

Wo erhalte ich Wildkräuter?

Wildkräuter sind überall in der Natur zu finden. Sie müssen nur zugreifen! Achten Sie auf Kräuter, die frei von Dünger, Tierkot oder Abgasen sind. Um Ihr Wissen zu erweitern, nutzen Sie geführte Kräuterwanderungen oder ein Bestimmungsbuch.
Wochenmärkte sind während der Wildkräutersaison ein beliebter Umschlagsplatz.
Und natürlich hat auch das Internet die Nachfrage für sich entdeckt und bietet den Versand frischer Wildkräuter an.

Wie verwende ich Wildkräuter?

Vielseitig einsetzbar sind sie: für Salate, in Smoothies, als Pestos, für Suppen, Saucen, in Gewürzmischungen, als Tee, Sirup, Salben, Tinkturen, Liköre und Öle. Frische Wildkräuter sollten möglichst zeitnah verzehrt oder an einem trockenen und lichtgeschützten Ort gelagert werden. Alternativ können sie bei niedriger Temperatur im Ofen getrocknet werden.