Wissenswertes

So macht die Grillparty richtig Spaß

Autor:
Maren Poggendorf
Foto:
istockphoto

Ob mariniertes Gemüse, Steaks oder Fisch – Grillen scheint einen Urinstinkt zu befriedigen: Schon seit mindestens 700.000 Jahren, seitdem der Mensch das Feuer beherrscht, ist das Barbecue populär.

Den verschiedenen geäußerten, gesundheitlichen Bedenken zum Trotz: Feuer, Flamme und das ganz spezielle Röstaroma haben ihren eigenen Reiz. Dabei ist Grillen eine schonende Grillmethode, wenn einige Besonderheiten am offenen Feuer beachtet werden.

Richtig Grillen

Durch die große Hitze können krebserregende Stoffe entstehen. Diese Stoffe sind insbesondere in verbranntem Grillgut zu finden. Zudem vermeiden Profis, Marinade oder Fleischsaft und Öl in die Glut tropfen zu lassen. Dabei entsteht ein ungesunder bläulicher Rauch, der sich auf dem Grillgut niederschlägt, mitverzehrt oder eingeatmet werden kann.

Daher der Tipp: Die Holzkohle auf jeden Fall gut durchglühen lassen.

Nicht zu heiß grillen! Temperaturen über 250 Grad produzieren viel Acrylamid. Um die richtige Hitze herauszufinden, einfach eine Hand etwa zehn bis zwölf Zentimeter über die Glut halten. Muss die Hand nach fünf bis sieben Sekunden weggezogen werden, herrscht eine gute Temperatur zwischen 150 und 200 Grad.
Sollte Grillgut dennoch einmal zu viel Hitze abbekommen: Die schwarzen, verbrannten, allzu dunkel geratene Stellen großzügig wegschneiden. Gut geschützt vor Rauch ist Grillgut auf einem elektronischen Grill.

Was kommt auf den Grill?

Für Fleischfans eignen sich hervorragend magere oder leicht fettdurchzogene, ungepökelte Fleischstücke zum Grillen. Auch Fische und Meeresfrüchte liegen beim Grillen voll im Trend. Ideal sind Sorten mit festem Fleisch wie etwa Lachs, oder bei Meeresfrüchten Scampi oder Garnelen.
Rezeptideen mit Fisch finden sich im Artikel Kalorienarm grillen: Fisch und Meeresfrüchte (Juni 2011).
Auch Schafs- oder Ziegenkäse in Alufolie auf dem Rost und mit Kräutern gewürzt ist ein kulinarischer Hochgenuss.

Gegrilltes Gemüse

Wie wäre es, die Beilage in den Vordergrund zu setzen?
Viele Gemüsesorten, wie Aubergine, Zucchini, Paprika oder Tomate lassen sich vorzüglich auf dem Rost zubereiten. In dünne Streifen oder Stücke geschnitten, das Gemüse vor dem Grillen immer mit etwas Öl bepinseln.
Paprikaschoten, Gemüsezwiebeln, Champignons beispielsweise vertragen direkte und mittlere bis starke Hitze. Andere Sorten wie Möhren und Kohlrabi gelingen besser, wenn sie langsam neben der Glut garen.

Eine weitere leckere Rezeptidee: Das gegrillte Gemüse mit Pesto servieren oder Schafskäse, eingerollt in feine Zucchinistreifen, grillen.
Rezepte für leckere Marinaden gibt es im Artikel "Sommerlicher Grillgenuss" (Juli 2011).
Und wie wäre es mit einem Süßkartoffelsalat als köstliche Beilage ganz im Sinne von gesund & aktiv?