Wissenswertes

Richtig gepfeffert?

Pfeffer ist seit Jahrtausenden das beliebteste Gewürz der Welt. Als sich nach dem Asienfeldzug Alexander des Großen die Handelswege zwischen Europa und Zentralasien öffneten, wurde der Pfeffer erstmals in Europa eingeführt. Heute werden allein nach Deutschland jährlich rund 25 tausend Tonnen schwarzer Pfeffer importiert.

Grüner, schwarzer, roter und weißer Pfeffer sind Beeren der holzigen Pfefferpflanze, die an Bäumen empor klettert und bis zu zehn Meter hoch wird.

Grüner Pfeffer ist früh geernteter Pfeffer, der frisch in salziger oder saurer Lake eingelegt wird. Dadurch wird die Fermentation unterbunden, und der Pfeffer behält seine ursprüngliche grüne Farbe. Durch den wesentlich geringeren Reifegrad ist grüner Pfeffer milder als schwarzer Pfeffer.

Schwarzer Pfeffer wird ebenfalls aus den unreifen grünen, knapp vor der Reife stehenden Früchte hergestellt. Nach dem Pflücken wird er bei mäßiger Temperatur getrocknet: Die Früchte werden runzelig und schwarz (Piper nigrum).

Roter Pfeffer ist die reife Pfefferfrucht. Er ist erheblich schärfer als grüner oder auch schwarzer Pfeffer.

Weißer Pfeffer wird aus vollreifen Pfefferfrüchten gewonnen. Zu seiner Produktion werden die reifen Pfefferbeeren acht bis zehn Tage in fließendem Wasser eingeweicht. Durch diesen Prozess löst sich die Schale von dem Kern.

Im Stoffwechselgeschehen ist der Pfeffer säurebildend und reizt deshalb den Magen. Daher vertragen nur sehr wenige Menschen den Verzehr wirklich gut.

Würzige Alternativen, die dem Stoffwechsel gut tun

Auf Pfeffer in der Küche zu verzichten, ist leichter als man denkt. Das Gewürzregal bietet hierfür einige Alternativen: Geschmacklich sind sie dem Pfeffer zwar ähnlich, auch tragen sie missverständliche Namen wie Kubeben- oder Cayennepfeffer - trotzdem gelten sie als stoffwechselfreundlich und gut verträglich:

Dem schwarzen Pfeffer sehr ähnlich ist der Kubebenpfeffer. Im 15. Jahrhundert war er in Europa sehr populär. Heute spielt er jedoch nur noch in der nordafrikanischen Küche eine Rolle. Sein Geschmack ist aromatisch, scharf bitter, aber nicht brennend.

Szechuanpfeffer (Anispfeffer) ist in der asiatischen Küche ein häufig verwendetes Gewürz. In Europa hingegen ist Szechuanpeffer nur als Heilpflanze bekannt. Geschmacklich ist das Gewürz nicht ganz so scharf wie schwarzer Pfeffer und hat ein leichtes Zitrusaroma.

Rosa Pfeffer ist eine brasilianische Beere, jedoch kein echter Pfeffer. Dennoch wird das Gewürz häufig in Verbindung mit weißem oder schwarzem Pfeffer angeboten - aus rein optischen Gründen. Rosa Pfeffer ist von mild aromatischem bis leicht bitterem Geschmack.

Cayennepfeffer wird aus getrockneten Chilischoten gewonnen und ist daher nicht mit dem Gewürzpfeffer verwandt. In der Regel besitzt Cayennepfeffer einen scharfen und feurigen Geschmack.

Eine gute Alternative zum Pfeffer bietet auch die Mittelmeerküche. Hier ist Oregano ein äußerst beliebtes und oft verwendetes Gewürz. Besonders Fleischgerichte entwickeln erst durch die Gewürzzugabe ihren typisch mediterranen Geschmack: sehr würzig, ein wenig pfeffrig und scharf, aber auch leicht bitter und herb.