Wissenswertes

Bitter macht schlank

In der Naturheilkunde nehmen Bitterstoffe eine wichtige Rolle ein. Sie werden zur Stoffwechselaktivierung oder inneren Reinigung eingenommen.

Bittermittel, im lateinischen „Amara“ genannt, sind in der Pflanzenwelt weit verbreitet. Grapefruit, Radicchio, Chicorée und Endivien erhalten durch die Bitterstoffe ihre maßgebliche Geschmackskomponente. Von Alters her ist Wermut bei akuten und immer wieder auftretenden Magenbeschwerden bekannt. Es ist eine der bittersten Pflanzen. Es regt die Durchblutung der Verdauungsorgane an und wärmt den Magen. Blähungen, Bauchschmerzen und Völlegefühl nach dem Essen werden dadurch gemindert. Während der Schwangerschaft sollte auf Kräutermischungen mit Wermutextrakt verzichtet werden, da Wermut die Wehentätigkeit anregt.

Bitterstoffe erhöhen die Verträglichkeit des Essens, fördern den Speichelfluss und die Bildung von Magensäften. Forscher der Rutgers Universität in New Jersey fanden heraus, dass Bitterstoffe einen regulierenden Effekt auf das Körpergewicht haben. Menschen, die auf Grund eines Gendefekts nicht ausreichend bitteren Geschmack wahrnehmen konnten sind sechsmal häufiger übergewichtig als Menschen, deren Bitterempfinden normal funktionierte. Die Forscher schließen daraus, dass die Geschmacksrichtung „bitter“ dem Körper wichtige Signale vermittelt.

Einerseits werden Leber- und Gallestoffwechsel aktiviert und somit die Fettverbrennung gefördert. Andererseits wird das Sättigungsgefühl angesproche: Das Gehirn verbindet „bitter“ mit „giftig“. Viele giftige Pflanzen in der Natur schmecken besser. Der bittere Geschmack auf der Zunge löst automatisch eine Abwehr aus und bremst dadurch auch den Appetit. Somit sind Bitterstoffe gut für die schlanke Linie.

Bitter peppt das Essen auf

Endivien, Radicchio, Chicorée, Löwenzahn, Chinakohl und Artischocke haben viele Bitterstoffe. Als Gemüse oder Salat geben sie dem Essen die richtige Würze. Ingwer, Majoran, Oregano, Thymian, Estragon, Curcuma, Rosmarin und Basilikum sind typische Bittergewürze.

Im individuellen Ernährungsplan von gesund & aktiv werden die bitterhaltigen Gemüsesorten und Gewürze der jeweiligen Stoffwechsellage und Genetik zugeordnet.