Wissenswertes

10 Kräutertees für jede Lebenslage

Autor:
Nina Meyer
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Vor allem in der kalten Jahreszeit sind Kräutertees sehr beliebt. Doch sie wärmen nicht nur, ihr Genuss hat auch bemerkenswerte Auswirkungen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Die zehn vielseitigsten Kräuterteesorten werden hier einmal vorgestellt.

Kamille

Kamillentee wirkt beruhigend, krampflösend und entzündungshemmend.

Hilft bei:

  • Blähungen
  • Nieren- und Blasenerkrankungen
  • Halsschmerzen

Zubereitung: Kamillentee wird aus ganzen Blüten aufgegossen und kann ruhig etwas länger ziehen. Nach 10 Minuten nimmt jedoch das Aroma langsam wieder ab.

Süßholz

Die Chinesen nannten die Süßholzwurzel einst den „großen Entgifter“. Der Geschmack dürfte den meisten vertraut vorkommen - ist Süßholz doch geschmacksgebender Inhaltsstoff für Lakritze. Besonders bei Gastritis und Magengeschwüren kommt dieser Tee zum Einsatz.

Hilft bei:

  • Entzündung der Magenschleimhaut
  • Husten (schleimlösend)

Nicht trinken bei:

  • Bluthochdruck
  • Ödemen

Zubereitung: Die zerkleinerte Wurzel aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Baldrian

Baldrian war während des Mittelalters als Allheilmittel bekannt und wurde demensprechend häufig eingesetzt. Heute findet Baldrian hauptsächlich als Beruhigungs- und Schlafmittel Verwendung. Ein Aufguss der Wurzel wirkt beruhigend und ausgleichend, ohne müde zu machen. Dennoch hilft er sehr gut bei Schlafstörungen.

Hilft bei:

  • Innerer Unruhe, Nervosität und Schlafstörungen

Zubereitung: Zwei Teelöffel zerkleinerte Baldrianwurzel aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Fenchel

Fencheltee wirkt beruhigend, krampflösend, verdauungsfördernd und harntreibend. Er wird besonders auch Frauen während der Stillzeit empfohlen. Der Tee unterstützt die Milchbildung und wirkt zusätzlich antiseptisch.

Hilft bei:

  • Blähungen, Krämpfen und Übelkeit
  • Husten

Zubereitung: Zwei Teelöffel Fenchelsamen aufgießen und 6-8 Minuten ziehen lassen.

Pfefferminz

Der Tee aus Pfefferminze hilft bei krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden aber auch bei Problemen mit der Gallenblase, denn er fördert die Produktion von Gallensaft. Auf einen empfindlichen Darm wirkt Pfefferminze beruhigend. Ebenso kommt sie bei Übelkeit zum Einsatz.

Hilft bei:

  • Blähungen, Krämpfen und Übelkeit

Zubereitung: Vier bis fünf Blätter aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen. Wird diese Zeit überschritten, kann der Tee bitter werden.

Brennessel

Brennesseltee kommt vor allem bei Blasenleiden zum Einsatz. Er wirkt entgiftend und soll bei rheumatischen Beschwerden helfen. Zudem kann regelmäßiger Genuss des Tees Nierensteinen vorbeugen. Wichtig ist, dass der Tee nicht bei Erkrankungen zum Einsatz kommt, bei denen eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr problematisch ist.

Hilft bei:

  • Entzündungen im Harntrakt

Zubereitung: Zwei Teelöffel zerkleinerte Blätter aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Melisse

Die Melisse, auch Frauenkraut genannt, wurde in der Antike zur Linderung von Frauenleiden verwendet. Der Aufguss wirkt beruhigend, krampflösend und gallefördernd.

Hilft bei:

  • Husten, Halsweh und Schnupfen
  • Schlafstörungen
  • Unruhe und Reizbarkeit

Zubereitung: Zwei bis drei Teelöffel Melissenblätter aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Malve

Malventee enthält Hibiskusblüten. Er senkt unter anderem den Blutdruck. Deshalb sollten Schwangere keinen Malventee trinken! Er kann zudem Wehen auslösen.

Hilft bei:

  • Entzündungen der Atemwege und Husten
  • Magen- und Darmbeschwerden, Durchfall

Zubereitung: Zwei Teelöffel getrocknete Blüten aufgießen und 5 Minuten ziehen lassen.

Lindenblüten

Lindenblütentee wirkt schweißtreibend, schleimlösend und reizlindernd. Er wird auch bei Stress und Schlafproblemen gerne zur Beruhigung getrunken.

Hilft bei:

  • Erkältung und Reizhusten
  • Menstruationsbeschwerden
  • Unruhe und Schlaflosigkeit

Zubereitung: Einen Teelöffel getrocknete Lindenblüten aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Ingwer

Ingwer wirkt durchblutungsfördernd, appetit- und stoffwechselanregend und schmerzlindernd.

Hilft bei:

  • Übelkeit und Appetitlosigkeit
  • Schmerzen
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Erkältung und Fieber
  • Seekrankheit

Zubereitung: Ein daumengroßes Stück Ingwerwurzel in kleine Stücke schneiden, aufgießen und je nach gewünschter Schärfe 10-20 Minuten ziehen lassen. Alle Tees müssen mit kochendem Wasser angesetzt werden. Für gewöhnlich sollten 2-3 Tassen täglich über einen Zeitraum von 2-3 Wochen getrunken werden, um eine Wirkung zu erzielen.