Sodbrennen, Schuppenflechte und Gewicht im Griff
Steckbrief
Alter:
44 Jahre
Beschwerden:
Sodbrennen
Schuppenflechte
Gewichtsreduktion:
19 Kilogramm
Nadine B., 44, dachte eigentlich immer, sie ernähre sich gesund. Schließlich ist sie seit ihrem zwölften Lebensjahr Vegetarierin und kocht häufig frisch. Doch mit der Zeit stieg nicht nur ihr Gewicht auf fast 79 kg bei 1,64 m, sondern sie wurde zunehmend von schmerzhaftem Sodbrennen geplagt, das einfach nicht verschwinden wollte. Ihr Arzt verschrieb ihr Pantoprazol, einen Magensäurehemmer, doch richtig wohl fühlte sie sich trotzdem nicht.
Im Oktober 2023 suchte sie deshalb auf Empfehlung ihrer Cousine die gesund + aktiv-Therapeutin Johanna Türk auf. Diese veranlasste zunächst eine ausführliche Blutanalyse.
„Als Frau Türk mir das Ergebnis meiner Blutanalyse erklärte, war ich völlig geschockt. Ich war zwar manchmal schlapp, aber dass es so schlecht aussehen würde, hätte ich nie gedacht.“
Schlank, fit und beschwerdefrei
Ihre Therapeutin legte ihr eine gezielte Ernährungsumstellung ans Herz. Zwar passte Nadines vegetarische Ernährung grundsätzlich zu ihrem Stoffwechsel, doch sie aß zu viele Nudeln und Brot und viel zu wenig Gemüse und Eiweiß.
„Am Anfang war die Ernährungsumstellung ein bisschen wie ein neuer Job. Ich musste vieles neu lernen und das Einkaufen dauerte viel länger als früher.“ Erst gab es häufig Ofengemüse mit Fetakäse, doch mit zunehmender Routine kam auch die Kreativität. „Irgendwann machte es mir richtig Spaß, neue Rezepte zu entdecken und anzupassen. Mein Mann und meine Kolleginnen schauten bald neidisch auf meine Mahlzeiten – ich habe sie richtig angesteckt mit meiner neuen Ernährung.“
Das Sodbrennen verschwand fast augenblicklich und Nadine konnte das Pantoprazol nach und nach absetzen. Gleichzeitig purzelten die Kilos: Nach etwas über einem Jahr trug sie statt Größe 42 nun Größe 36.
„Ich bin so glücklich mit meinem neuen Körpergefühl und habe heute viel mehr Selbstbewusstsein als früher!“ Auch Bewegung fällt ihr inzwischen leichter. Schon früher hatte sie am „Mammutmarsch“ teilgenommen, doch damals schaffte sie 30 km nur mit viel Schnaufen und hochrotem Gesicht. Heute läuft sie die 42 km mit Leichtigkeit.
Zudem hatte Nadine jahrelang unter Schuppenflechte an den Händen gelitten – mit Jucken und offenen Stellen. Durch die Ernährungsumstellung fand sie heraus, dass ihr Körper stark auf Tomaten und Weizen reagiert. „Wenn ich beides wieder esse, kommt das Jucken sofort zurück.“
Der Aha-Moment
Einen besonderen Schlüsselmoment erlebte Nadine ausgerechnet im Urlaub. „Ich hatte mir erlaubt, ein bisschen über die Stränge zu schlagen – schließlich hatte ich mein Ziel ja erreicht. Aber schon nach ein paar Tagen kehrten die Symptome zurück und ich merkte, dass mein Körper sich nach der gesunden Ernährung sehnte.“
Wieder zu Hause freute sie sich richtig auf ihre gewohnten Mahlzeiten und die damit verbundene Leichtigkeit. „Meine früher so heiß geliebte Schokolade ist mir jetzt viel zu süß. Und wenn ich mal wieder Nudeln esse, schmecken sie mir gar nicht mehr so richtig. Außerdem lösen sie bei mir am Nachmittag Heißhunger aus.“
20 kg weniger auch noch nach 1,5 Jahren
Heute, eineinhalb Jahre nach dem Ende der strengen Hauptphase des Ernährungsplans, hat sich Nadines Gewicht bei rund 60 kg eingependelt – dauerhaft fast 20 kg weniger als früher. Das Sodbrennen ist nicht zurückgekehrt, und sie fühlt sich rundum wohl. „Ich hätte nie gedacht, dass Ernährung so viel bewirken kann. Jetzt weiß ich endlich, was mein Körper wirklich braucht.“ Auch Freundinnen hat sie bereits zu ihrer Therapeutin geschickt.
Ihr Rat an Andere: „Auch wenn es anfangs vielleicht hart ist – es lohnt sich! Und mit der Zeit wird es immer leichter.“
Darum hat die Ernährungsumstellung geholfen
Sodbrennen
- Weniger reizende Lebensmittel: Stark verarbeitete Produkte, Zucker, große Mengen schneller Kohlenhydrate oder bestimmte individuelle Unverträglichkeiten können die Magenschleimhaut reizen und Sodbrennen begünstigen. Eine angepasste Ernährung kann den Magen deutlich entlasten.
- Bessere Verdauung: Für eine gute Verdauung braucht der Körper ausreichend Magensäure und eine aktive Gallenfunktion. Ist zu wenig Magensäure vorhanden, bleibt die Nahrung länger im Magen und es kann leichter zu Druck und Rückfluss in die Speiseröhre kommen. Auch eine träge Galle kann die Verdauung verlangsamen. Eine Ernährung mit ausreichend Eiweiß und Bitterstoffen – zum Beispiel aus bitterstoffreichem Gemüse – kann sowohl die Magensäureproduktion als auch den Gallenfluss unterstützen und die Verdauung insgesamt verbessern.
- Weniger Druck im Bauchraum: Übergewicht kann den Druck auf den Magen erhöhen und den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre begünstigen. Eine Gewichtsreduktion kann hier entlastend wirken.
Welche Faktoren Sodbrennen auslösen, ist individuell verschieden. Neben bestimmten Nahrungsmitteln spielen auch Portionsgrößen, Essensrhythmus und die Verdauungsleistung eine Rolle. Eine individuell angepasste Ernährung, die zum eigenen Stoffwechsel passt, kann deshalb helfen, Beschwerden langfristig zu reduzieren.
Schuppenflechte
- Weniger entzündliche Prozesse im Körper: Schuppenflechte ist mit chronischen Entzündungsreaktionen verbunden, bei denen das Immunsystem überaktiv ist und vermehrt entzündungsfördernde Botenstoffe freisetzt. Eine Ernährung mit wenig Zucker und stark verarbeiteten Lebensmitteln sowie mehr Omega-3-Fettsäuren und sekundären Pflanzenstoffen kann diese Prozesse dämpfen und die Haut beruhigen.
- Individuelle Auslöser erkennen und reduzieren: Bestimmte Nahrungsmittel können bei manchen Menschen das Immunsystem zusätzlich aktivieren und Hautreaktionen verstärken. Werden solche persönlichen Auslöser erkannt und reduziert, kann sich die Entzündungsaktivität im Körper verringern und die Haut langfristig stabilisieren.
- Bessere Regeneration der Haut: Bei Schuppenflechte ist das Immunsystem überaktiv und beschleunigt die Hauterneuerung deutlich. Dadurch entstehen die typischen Schuppen. Eine Ernährung mit ausreichend Eiweiß, essenziellen Fettsäuren sowie Mikronährstoffen wie Zink und Vitamin A liefert die Bausteine, die der Körper für die Regeneration und Stabilität der Haut benötigt.
Welche Faktoren Schübe bei Schuppenflechte auslösen, ist individuell verschieden. Neben Ernährung spielen auch Stress und andere Umwelteinflüsse eine Rolle. Eine individuell angepasste Ernährung, die zum eigenen Stoffwechsel passt, kann dazu beitragen, Entzündungsprozesse zu regulieren und die Haut langfristig zu stabilisieren.