Fragen & Antworten mit Lothar Ursinus



Auf welchem Grundsatz beruht das gesund & aktiv Stoffwechselprogramm?

“Deine Nahrungsmittel sollen Deine Heilmittel sein.” Bewusst wählte Hippokrates die Ansprache “Deine” und nicht “Eure”. Ein Beweis, dass sich schon der berühmteste Arzt des Altertums mit der individuellen Ernährung auseinandersetzte. Darauf basiert unser Grundsatz.

Was ist ein guter Stoffwechsel?

Eine Körperzelle isst keine Currywurst. Sie benötigt Aminosäuren, Fettsäuren, Kohlenhydrate, Mineralien und Vitamine. Damit die Currywurst in all diese Nährstoffe umgewandelt werden kann, benötigen wir einen gut funktionierenden Stoffwechsel. Ist er intakt, so fühlen wir uns fit und vital. Störungen führen zu Müdigkeit, Abgespanntheit, Verdauungs- und Gewichtsproblemen.

Spielen die Gene dabei eine Rolle?

Ja, sogar eine sehr große. Insbesondere der Eiweißstoffwechsel wird durch die Gene bestimmt. Ein saftiges Steak kann je nach Genetik den Stoffwechsel anregen oder ihn verlangsamen. Unser Verbrennungsmotor benötigt wie auch unser Auto den richtigen Treibstoff. Darum berücksichtigen wir bei gesund & aktiv die Blutgruppenzugehörigkeit und ermitteln den Stoffwechselverbrennungstyp.

Wie wirken sich Diäten auf den Stoffwechsel aus?

Fast alle Diäten funktionieren nach dem Prinzip der reduzierten Kalorienzufuhr. Nur lernt der Körper durch jede Abnehmkur mit weniger Kalorien auszukommen. Die Stoffwechselprozesse verlangsamen sich und der Grundumsatz sinkt. Wird nach der Diät wieder „normal“ gegessen, beginnt sofort die Gewichtszunahme, da sich der Organismus auf eine geringere Kalorienzufuhr eingestellt hat.

Beeinflussen die Hormone den Stoffwechsel?

Ja, viele Stoffwechselvorgänge werden hormonell gesteuert. Während das männliche Hormon (Testosteron) Fett abbaut und Muskeln aufbaut, hilft das weibliche Hormon (Östrogen), Fett einzulagern. Mit Nachlassen der Hormonproduktion, insbesondere mit Einsetzen der Wechseljahre, reduziert sich die Stoffwechselaktivität.

Wie beeinflusst die Schilddrüse den Stoffwechsel?

Die Schilddrüse gilt als der „Motor“ des Stoffwechsels. Viele Menschen haben eine Schilddrüsenfunktionsstörung und wissen es nicht. Wer trotz bewusstem Essen und sportlicher Aktivität sein Gewicht nicht halten kann oder sogar zunimmt, sollte die Schilddrüse genauestens untersuchen lassen.

Können Medikamente den Stoffwechsel stören?

Es gibt eine ganze Reihe von Medikamenten, die sich nachteilig auf die Stoffwechselaktivität auswirken. Betablocker, Antidepressiva, Kortisonpräparate und auch Cholesterinsenker gelten allgemein als Stoffwechselbremse.

Kann Stress den Stoffwechsel bremsen?

Die Nebenniere schüttet bei chronischer Überforderung Kortisol (unser Stresshormon) aus. Im Stoffwechsel führt dies zum Anstieg der Blutfettwerte und des Blutzuckers. Beides führt zu Übergewicht.

Wie wichtig ist der Schlaf?

Er ist sehr wichtig. Der Körper benötigt ausreichend Ruhe zur Regeneration und zur Stärkung des Stoffwechsels. Studien haben ergeben, dass bei nur fünf Stunden Schlaf pro Nacht das Risiko für Übergewicht um 50 Prozent steigt.

Wie lange dauert es, bis man sein Wunschgewicht erreicht hat?

Unserer Erfahrung nach dauert eine Stoffwechselumstellung mindestens acht Wochen. Bei Menschen, die schon viele Diäten durchgeführt haben, sind auch zwölf Wochen möglich. Extrem Übergewichtige (mehr als 20 kg) sollten mit einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten rechnen.

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